Einladung für den 28. Nov. 2015, 14:00 Uhr, GTV-Saal

Zur Mitgliederbeteiligung im Rahmen der Satzungsneufassung veranstaltet der Gettorfer Turnverein diesen Termin.

  • Welche Vereinsstrukturen soll es zukünftig geben?
  • Wer nimmt zukünftig ehrenamtliche Aufgaben wahr? Wie müssen diese aussehen, damit sich noch Ehrenamtliche bereit erklären?
  • Wie offen sind wir für Kooperationsangebote anderer Vereine?
  • Was sind die Vor- und Nachteile einer Delegiertenversammlung?
  • Wie soll zukünftig die Verteilung zwischen Ehren- und Hauptamt sein?
  • Wer ist im Verein zuständig für spezielle Interessensgruppen, z.B. Kinder und Jugendliche, Senioren oder Flüchtlinge?

Diese und andere Fragen werden gemeinsam erörtert.

 

Mitgliederbeteiligung
Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen. Der GTV hat sich dieses Jahr mit der strukturellen Vereinsentwicklung beschäftigt und dazu auch Ratschläge von anderen Vereinen und Sportverbänden eingeholt.
Ein besonderer Dank geht an Christoph Blöh vom SV Tungendorf (Neumünster). Er hat in einem Termin den Vorstandsmitgliedern geschildert, wie die Strukturen in Neumünster geändert wurden, wie der interne Weg dorthin ablief und wie sich die Anpassungen ausgewirkt haben.

Der Gettorfer TV hat auf seinem Weg zu einer neuen Satzung bereits mehrere Workshops hinter sich.
Darin wurde deutlich, welche Strukturen sich die Teilnehmer wünschen. Die Abläufe haben etwas länger gedauert als ursprünglich gedacht.
„Ein Faktor hierbei ist auch, dass wir uns für die Kooperation mit anderen Vereinen öffnen müssen“, so Gunnar Buchheim, 1. Vorsitzender. Die Gespräche dauern an. Aber herausgearbeitet ist bereits, was satzungstechnisch notwendig ist, um etwaigen zukünftigen Kooperationen nicht im Wege zu stehen.
Jetzt steht noch eine Mitgliederbeteiligung aus, bevor eine Mitgliederversammlung durchgeführt wird. Wichtig ist dem Vereinsvorstand ganz besonders die Meinung der Mitglieder, die eben „nur zum Sport kommen“ und nicht in die Organisation ihrer Sparte oder Abteilung eingebunden sind.
Der Termin findet am 28. November 2015 statt. Die Einladung befindet sich auf Seite 8 dieses Sportmagazins. Jedes Vereinsmitglied und auch alle Funktionsträger sind eingeladen, Informationen über die angedachten Strukturveränderungen zu erhalten.
„Bei den neuen Strukturen liegt ein Augenmerk auf der Gewinnung von Ehrenamtlichen“, so Dr. Gerd Klette, 2. Vorsitzender.
Aufgabenpakete müssen beherrschbar und klarer zugeschnitten sein, um sie heutzutage noch ehrenamtlich wahrnehmen zu können.
Viele Menschen sind bereit, sich für kurze Zeit zur Verfügung zu stellen, nicht jedoch für Wahlämter, in denen sie hohe Verantwortung und hohe Haftungsrisiken tragen. Dies muss bei der Schaffung von Vereinsstrukturen berücksichtigt werden.
Auch sollte darüber nachgedacht werden, dass die Haftung vom Ehrenamt genommen werden kann und auf das Hauptamt übertragen werden könnte.
So viel Ehrenamt wie möglich, so viel Hauptamt wie nötig!

Was hindert Menschen heute daran, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Die berufliche Herausforderung wird immer größer und verlangt viel mehr Mobilität als in früheren Zeiten, was zu Lasten der Freizeit geht.  Familien werden, wenn sie überhaupt gelebt werden, „patchworkiger“. Das klassische Alleinverdiener-Modell hat schon längst ausgedient. Wenn allerdings beide Partner arbeiten, besteht weniger Zeit für ehrenamtliches Engagement und mehr interner Familienaufwand, sich zu organisieren.
Bei solchem gesellschaftlichen Wandel wundert es kaum, wenn die Menschen zum Selbstschutz einen gesunden Individualismus entwickeln und am Gemeinwohl weniger interessiert sind.
Wer sich für ein Ehrenamt interessiert, hat es viel zu häufig mit Bürokratie zu tun. Da spielt die Angst vor Verantwortung eine Rolle oder die Begleiterscheinungen, dass Ehrenamtsinhalte auch Haftung bedeuten können.

So sind immer weniger Menschen bereit, sich verlässlich auf Dauer für Wahlämter auf Jahre zur Verfügung zu stellen. Die Aufgabenlast ist in den Vereinen und Verbänden für die einzelne Person  zu groß, insb. für Vorstandsämter. Hinzu kommt eine Konkurrenz Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren
(z. B. Sozialverbände, Kirchen, Flüchtlingsarbeit, Sportvereine).

Die Stiftung für Zukunftsfragen (British American Tobacco), hat die Studie „Freizeitmonitor 2015“ herausgegeben. Dabei geben die repräsentativ Befragten folgende Angaben zu  monatlichen Aktivitäten an:

Wer nimmt eine ehrenamtliche Aufgabe wahr?
21% 14 - 29 Jahre sowie
27% ab 65 Jahre
19% der Ostdeutschen und
24% der Westdeutschen
17% Geringverdiener und
28% Besserverdiener
Jedoch würden sich 59% niemals ehrenamtlich engagieren.
Zu einem großen Teil geht es also darum, Menschen für andere Menschen und die damit verbundenen Aufgaben zu motivieren.
Beim GTV haben bereits viele langjährige Abteilungs- und Spartenleiter ihre „ehrenamtliche Karriere“ hinter sich gebracht und sind ausgeschieden.
Weitere Ehrenamtliche wollen seit Jahren aufhören,  sagen dies mit ernstgemeinten Absichten, trauen sich jedoch nicht, nicht wieder zu kandidieren, weil sie keine Nachfolger finden. So bleiben sie aus Verantwortungsgefühl und Verbundenheit zum Verein im Amt, obgleich sie eigentlich nicht mehr oder nicht mehr so viel ehrenamtlich tätig sein möchten.

Bei der Mitliederbeteiligung am 28. November geht es auch um echte Beteiligung: Es soll miteinander diskutiert sowie abgeschätzt werden, ob die bisherigen Workshop-Ergebnisse ein gangbarer Weg sind und von einer Mehrheit der Mitgliedschaft mitgetragen und toleriert werden.

Erst nach diesem Termin wird es einen Satzungsentwurf in schriftlicher Form geben, der dann von der Mitgliederversammlung verabschiedet werden muss.

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Das Sportbüro beantwortet Fragen zu den Sportangeboten des Vereins sowie allgemeine Fragen, z.B. wie man Mitglied wird und wie viel Beitrag in welcher Abteilung erhoben wird.
Wir sind praktisch immer für unsere Mitglieder da. Jedoch haben wir auch Termine oder geben Sportstunden. Unsere Mindestberatungszeiten finden Sie mit diesem
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Hier gibt es konkrete Antworten bei Fragen zum Mitgliedschaftsstatus, z.B. warum wie viel Beitrag abgebucht wurde. Kündigungen und Abteilungsänderungen sind weiterhin nur schriftlich mit handschriftlicher Unterschrift zum Quartalsende möglich.